Besucherberichte
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Amphi-Festival 2005
Punkte: 

(5 von 10) • Hits: 740



(5 von 10) • Hits: 740
Am 01.07.2005 und 02.07.2005 fand das diesjährige Open-Air-Festival in
Gelsenkirchen statt. Bands wie „Die Krupps“, „Blutengel“, „Suicide
Commando“, „Welle Erdball“, „Goethes Erben“, „Lacrimas Profundere“,
„This Morn Omina“, „In Extremo“, „Camouflage“, „Unheilig“, „Staubkind“
und „Namnambulu“ haben zugesagt. Bis auf Namnambulu, die sich kurz
zuvor getrennt haben, sind alle Bands aufgetreten und haben den knapp
5.000 Besuchern so richtig eingeheizt. Stattdessen gaben „Psyche“ eins
zum Besten. „Die Krupps“ feierten ihr 25 jähriges Jubiläum und gefielen
mir neben „Suicide Commando“, „Welle Erdball“ und „Unheilig“ am besten.
Leider gab es durch eine nicht ganz so gelungene Organisation einige Verzögerungen. Gleich zum Auftakt begann es mit einer schlecht kalkulierten Wartezeit, da während die erste Band bereits spielte noch immer mehr als 1000 Menschen ungeduldig in der Schlange standen um ihr Bändchen zu bekommen. Allerdings war dieser Umstand nicht allzu verwunderlich, denn niemals können erwartete 6.000 Besucher innerhalb einer bis anderthalb Stunden, inklusiver Wartezeit, auf das Gelände gelangen. Denn hatte man erst mal sein Bändchen ergattert, hieß es direkt wieder einreihen und warten. Dass Kontrollen beim Betreten des Geländes durchgeführt werden ist ja in der heutigen Zeit schon standardisiert und führt unweigerlich zu Wartezeiten. Doch nur um damit den Umsatz zu steigern finde ich persönlich äußerst inakzeptabel. Anders kann ich mir die Art der Kontrollen nicht erklären. Denn auf der einen Seite ist einem mit PET-Flaschen und sogar Deo-Spray Flaschen der Eintritt verweigert worden, aber andererseits wurden auf dem Gelände Glasflaschen verkauft. So kann wohl kaum von Sicherheitsaspekten, im Sinne von „Waffen“ oder „Wurfgeschossen“, ausgegangen werden, da Glas noch ein viel höheres Sicherheitsrisiko darstellt.
All dies hatte zur Folge, dass „This Morn Omina“, die den Auftakt pünktlich um 19.00 Uhr begonnen, vor geschätzten 1000 Personen (1/6 der erwarteten Besucher) absolvierten. Erst nachdem „This Morn Omina“ die Bühne nach einer guten Stunde bereits verlassen hatten erkannten die Organisatoren den Faux pas und verschoben alle weitern Auftritte um ca. 20 min. nach hinten.
Weitere Einschränkungen, durch mangelhafte Organisation, waren unter anderem, dass es an den Getränkestände nicht alle angepriesenen antialkoholischen Getränke. Zudem es nur eine einzige Biersorte gab, musste man auch hier nach kurzer Zeit erst für Nachschub von Kohlensäure sorgen, damit es überhaupt Bier zu kaufen gab. Doch damit, denke ich, konnte weitestgehend jeder leben und viel auch nicht weiter ins Gewicht.
Möglichkeiten zum Zelten, für alle die von etwas weiter her angereist waren, waren gegeben. Leider nicht zur Zufriedenheit, wenn man den Erzählungen glauben darf. So hieß es zum einen das nicht genügend Dixi-Toiletten vorhanden waren. Was aber noch unglaublicher war, war die Tatsache das keine Duschen vorhanden waren. Diese Aussagen beruhen allerdings auf Hören-Sagen und somit mit Vorsicht zu genießen. Möglicherweise gab es auch triftige Gründe dafür oder entspricht nicht ganz der Wahrheit. Sollte es aber den Tatsachen entsprechen empfinde ich es nicht nur als eine Unverschämtheit, sondern halte es ebenso für unzumutbar. Da wir nicht weit weg wohnen haben wir das zelten gar nicht erst in Betracht gezogen. Alles in allem kann man aber von einem sehr schönen Festival sprechen, von dem ein oder anderen Patzer mal abgesehen.
Veröffentlicht von Black Soul am 10.07.2005, 17:07
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